Biogaserzeugung – Fluch oder Segen?

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Es gibt wohl kaum ein umstritteneres Feld bei den „Erneuerbaren Energien“ als das Thema Biogas. Hier gelingt es den Betreibern der Anlagen nur schwerlich die ökologische Fraktion der Disputanten abzuholen. Zu gewichtig sind deren Einwände.

Weitgehend unumstritten sind Anlagen, welche Biomüll und Grüngut aus der Abfallentsorgung verarbeiten, da hier die Ausgangsstoffe ohnehin anfallen und damit einer nachhaltigen Nutzung zugeführt werden. Wenn dann noch Abnehmer für die, bei der Stromproduktion anfallende Abwärme in wirtschaftlicher Entfernung verfügbar, sowie ein hoher Eigennutzungsanteil beim Strom gegeben ist, dann ist die Ökobilanz in Ordnung.

Ein Hauptargument der Biogasanlagen-Betreiber: Sie würden die einzige Erneuerbare Energie erzeugen, die regelbar und speicherbar ist. Somit könnten sie die Aufgabe konventioneller Kraftwerke übernehmen, die Versorgungsschwankungen bei Wind-, und Sonnenstrom auszugleichen. Zudem würden sie nicht nur Strom sondern auch Wärme (Abwärme) produzieren.

Kritik setzt an dem Punkt an, wo laut den Gegnern der mögliche Schaden einen Nutzen überwiegt.