Nachhaltige Heizung

Fußbodenheizung unter Betrachtung der Nachhaltigkeit

Bauen und Wohnen gehören zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Bei der Umsetzung entstehen jedoch in hohem Maße Ressourcen-, Energie-, Wasser- und Abfallaufkommen, deshalb muss der Ressourceneinsatz strukturiert, gelenkt und vermindert werden. Dies ist eine wesentliche Zukunftsaufgabe für die nachhaltige Entwicklung.

Definition

Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen.

Entwicklung

Im Wohnungsbau gilt die Fußbodenheizung (Wand-, Deckenheizung) als Niedertemperaturheizung derzeit als wirtschaftlichstes Wärmeverteilsystem, das auch später über den ganzen Lebenszyklus des Gebäudes mit allen zukünftigen Wärmeerzeugern kompatibel sein wird.

Die technische Entwicklung, insbesondere auf dem Gebiet der Wärmeerzeugung, schreitet rasch voran. Neben gesteigerter Energieeffizienz sind Qualität und wartungsarme Anlagenteile gefragt. Die Heizungsanlage spielt bei der Nachhaltigkeits-Beurteilung zunehmend eine gewichtige Rolle. Sie trägt über die Nutzungskosten und die Qualitätsbeurteilung der Immobilie zur Wertsteigerung bei.

Abseits des Üblichen

In die Beurteilung nachhaltigen Bauens, der „Gebäudezertifizierung“ fließen alle Phasen des Lebenszyklus wie Planung, Errichtung, Nutzung und Betrieb sowie auch Abbruch oder Rückbau mit ein. Neben den grundsätzlich positiven Eigenschaften der Fußbodenheizung ist das „Unidis“-System aus dem Hause Oventrop besonders erwähnenswert. Es unterscheidet sich in zwei wesentlichen Punkten von den konventionellen Systemen:

Das System benötigt keine zentrale Verteilung. Die gesetzlich geforderte Raumtemperaturregelung ist dezentral dem zu beheizenden Raum zugeordnet und vereint Raumfühler und Regler in einer Armatur. Deshalb entfallen der elektrische Antrieb und die Verbindung zwischen Raumfühler und Stellantrieb durch Elektrokabel oder Funk.

Dezentrale Einzelanbindung

Die Entwicklung der dezentralen Verteilung löst ein bekanntes Problem; der Durchführung aller Leitungen zu den Räumen über den zentral angeordneten Wohnungsflur. Der daraus resultierende Nachteil, unkontrollierbarer Wärmeabgabe im Flur, wird vermieden. Der stromlose Raumthermostat verfügt zudem über einen Bypass. Dies sorgt für eine geringere Vorlauf- und Oberflächentemperatur sowie für eine etwa 60 Prozent schnellere Aufheizzeit nach Absenkphase.

Die in Folge verbesserte Energieeinsparung, Wartungsfreiheit, Materialeinsparung, Komforterhöhung und der Entfall von Hilfsenergie bedeutet im Sinne der Nachhaltigkeit:

Eine Steigerung der ökonomischen, ökologischen und sozio-kulturellen Qualität.

Für den Eigentümer oder Investor behalten nachhaltig gebaute Gebäude einen hohen Wert.

Nach einer Schätzung des DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V.) entfallen bei einem Lebenszyklus von 30 Jahren nur etwa ein Viertel bis ein Drittel der Gesamtkosten auf die Errichtung des Gebäudes. Der weit überwiegende Teil auf die Bewirtschaftung, also Folgekosten.

image_pdfimage_print