Persönliches

Seit nunmehr 40 Jahren bin ich im Bereich der Versorgungstechnik und Energieberatung tätig. Im Laufe dieser Zeit lernte ich die unterschiedlichen Sichtweisen und Bedürfnisse der Marktbeteiligten (Konstruktionsbüro, Handwerk, Handel, Industrie und Anlagenbetreiber) kennen. In der Funktion einer Handelsvertretung (seit 2006) sehe ich mich als Mittler zwischen den Bedarfsträgern für den Einsatz energiesparender Technik und den leistungsfähigsten Anbietern auf der Herstellerseite. Dies bedeutet nach meinem Verständnis, dass es nicht ausreicht nur einem Mainstream zu folgen, sondern die wirtschaftlichste Lösung für den Einzelfall zu erarbeiten. Im Kern liegt der Fokus auf der Wärmeversorgung, da hier die größten Energiebedarfe zu verzeichnen, und damit auch die höchsten Einsparpotentiale zu realisieren sind. Die dabei zur Verwendung kommende Technik muss effizient und wirtschaftlich tragfähig sein, sowie den Grundsätzen der Nachhaltigkeit genügen.


„Gut gemeint, ist nicht immer gut gemacht“

Als Beispiel seien hier mal die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) genannt. Die grundsätzliche Absicht, die Wärmeverluste von Gebäuden zu verringern ist zunächst positiv zu bewerten. Die Verordnung bietet aber auch die „Chance“ echten Schaden zu verursachen. Die im Zusammenhang stehende Forderung nach dichter Bauweise mit einem verringerten Luftwechsel führt bei unüberlegter Anwendung zu einer Erhöhung der Schadstoffkonzentration in der Raumluft. Neben den bereits bekannten und breit diskutierten Schadensbildern kann sich auch eine gesundheitsschädliche Erhöhung der Radonkonzentration ergeben (das Thema Radon ist selbst unter Baufachleuten weitgehend unbekannt und wird in deren Ausbildung nicht vermittelt).

Mit der Erkenntnis, bei einer Tätigkeit als Energieberater, u.U. durch ein Wissensdefizit Schaden zu verursachen, absolvierte ich eine Fortbildung zur `Radon-Fachperson` beim Bayerischen Landesamt für Umwelt und biete dieses Fachwissen im Rahmen meiner Beratungstätigkeiten an.

Friedrich Scheuerecker